Eine Publikation der Binkert Medien AG
Logistiklösungen
Innovative Krantechnik mit 1 bis 10 t Holzhubkraft: 09.05.2014

Ohne Stapler und Fahrgassen

Je kniffliger die Aufgabe, umso reizvoller ist sie für die Gersag Krantechnik. Das Schweizer Unternehmen setzt ausgeklügelte innerbetriebliche Logistikkonzepte um. Krone der Schöpfung ist ein Stapelkran, der Fahrgassen und Stapler obsolet macht.

Jeder kennt ihn, viele brauchen ihn, die meisten unterschätzen ihn: den Kran. In der Holzindustrie kommt er meist in Leimholzbetrieben vor. BSH-Träger, Brettsperrholz-Platten oder halbfertige Holzbauteile werden ein- und ausgelagert, auf- und abgeladen. Moderne Krane können jedoch wesentlich mehr, als man ihnen zutrauen
würde.

Kran schwebt über den Dingen
Wer nicht über ein unbegrenztes Platzangebot verfügt (und wer tut das schon), für den haben Brückenlaufkrane mehrere Vorteile:
• Der Kran verbraucht keinen Platz, sondern schwebt über allen Anlagenteilen.
• Die Hubkraft reicht auch für schwersteBauteile aus.
• Zur Beladung reicht ein Mitarbeiter. Lagertätigkeiten können sogar komplett automatisiert werden.
Das Wort Kran stamme vom altgriechischen ο γέρανος – der Kranich – sagt Wikipedia. In der Dichtung wird der Kranich symbolisch für Wachsamkeit und Klugheit verwendet. Das trifft auch auf den Stapelkran von Gersag zu.
Anstelle der üblichen Laufkatzen mit Seilwinden besitzt er einen vertikalen Teleskop-Multifunktionsarm. Damit hat der Anwender die Möglichkeit, die aufgenommenen Lasten um die Hochachse zu drehen. Die Spannweite kann bis zu 40 m betragen und erstreckt sich über die gesamte Hallenlänge. In der Holzindustrie sind typischerweise Krane mit 5 bis 10 t Hubkraft ausreichend.

Leute, spart euch die Fahrgassen
Wer vor der Investition in eine neue Produktionshalle steht, muss sich Gedanken über die innerbetriebliche Logistik machen. Wo kommt die Ware her, wo soll sie hin und wo wird sie in der Zwischenzeit gelagert? Der Nachteil bei staplergebundenen Lösungen sind die Fahrgassen. Wenn der Stapler auch noch so agil ist, so braucht er doch Platz. Der Stapelkran von Gersag braucht keinen bis wenig Raum – je nach Arbeitsgerät. Wenn der Anwender zum Beispiel auf der Unterseite des Krans zunächst einen Vakuumheber montiert, dockt der Saugkasten von oben an Brettern und Leimbinden an und hebt sie spielerisch in die Höhe. Die einzelnen Saugkästen sind drehbar und lassen sich etwa bei schweren stabförmigen Bauteilen linienförmig ausrichten. Die Abdichtung zur Holzoberfläche wird über Schaumstoffkammern hergestellt. Ragt ein Teil des Saugkastens über das Transportgut hinaus, ist das kein Problem. Beim Vakuumheben kann die Ware nahtlos gelagert werden, was maximaler Raumausnutzung entspricht. Deshalb vertraut zum Beispiel die Rubi Holzbau AG, Grindelwald, bereits auf den Gersag-Stapelkran, um die abgebundenen Holzbauelemente zu verladen.

Zinken schwenken unter Stapeln
Für Güter, die nicht angesaugt werden können oder in ein Hochregallager eingelagert werden sollen, bietet Gersag eine Zinkengabel an. Diese hat es in sich – im wahrsten Sinn des Wortes. Der Zinkenabstand ist von 60 bis 360 cm einstellbar. Der kleinste Abstand entspricht einer Europaletten-Schmalseite, der grössere ist bei langen Bauteilen praktisch. Doch die Zinken können noch mehr: Sie lassen sich ausschwenken. Angenommen, es gilt, einen Schnittholzstapel anzuheben. Diese sind im Lager in Reihen angeordnet. Nach jeweils zwei Reihen gibt es einen schulterbreiten Abstand. In diesen Gang senkt sich der Zinkenträger mit eingeschwenkten Zinken ab. Unter dem Schnittholzpaket schwenken die Zinken aus und das Paket kann einfach angehoben werden.
Mit diesem Stapelkran hat der Betreiber ein Werkzeug, das die Raumausnutzung in den Werkshallen optimieren kann.

Lagerverwaltungsprogramm im Angebot
Das Problem ist allerdings, dabei den Überblick zu bewahren. Deshalb ist es klüger, die Lagerverwaltung auch gleich an den Stapelkran zu übergeben. Als Markus Sager vor zwanzig Jahren sein Unternehmen gegründet hatte, hätte er wohl nicht gedacht, dass er einmal Programmierer einstellen wird. Mittlerweile hat er zwei davon. Die Gersag-Informatiker haben ein zuverlässiges, genaues und effizientes Programm zur Lagerverwaltung geschrieben. Dieses ordnet die Pakete «chaotisch» dem jeweils nächsten freien Platz zu. Anders als durch fehleranfällige Menschen werden diese Pakete von der Maschine zu 100 Prozent wiedergefunden.

Vier Zutaten zum Erfolg
Seine Kunden überzeugt er mit einem Erfolgsmodell, das auf vier Zutaten beruht. «Diese sind gut zuhören, Begeisterung vermitteln, massgeschneiderte Kundenlösungen entwerfen und neueste Technologien einsetzen», meint Markus Sager.


Diese Zinken sind drehbar: Sie können unter einem Stapel ausgeschwenkt werden, was Fahrgassen obsolet macht.


Mit einer Funkfernsteuerung steuert der Mitarbeiter den Stapelkran mit dem Vakuumhebegerät.


Hightech in der Abbundhalle: Die Rubi Holzbau AG, Grindelwald, setzt den Stapelkran mit einem Zinkenträger ein.

Kontakt

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info@gersag-kran.ch
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